Lernen von Experten – Prozessmodellierung intelligent unterstützen

•Juni 29, 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

Das Projekt Nautilus untersucht den Prozess der Prozessmodellierung, um diesen nachhaltig zu verbessern. In der Natur entwickelt der Nautilus während seines Wachstums immer neue Kammern, die den gerade notwendigen Anforderungen entsprechen. So verhält es sich auch bei Prozessmodellen: sich ändernde Anforderungen verlangen eine schrittweise Anpassung und immer wieder neue Durchläufe.

Das Nautilusprojekt hat sich das Ziel gesetzt, diesen Prozess genauer zu erforschen. Prozessmodelle sind ein weit verbreitetes und anerkanntes Medium, um Geschäftsprozesse von Unternehmen zu dokumentieren und Verbesserungen abzuleiten. Während solche Modelle es erlauben, Abläufe innerhalb eines Unternehmens exakt zu spezifizieren, wird kurioserweise der Ablauf, wie eine solche Spezifikation erstellt wird, eher als Kunst denn exakte Disziplin angesehen. Das Nautilusprojekt hat sich in Anbetracht dieses Ungleichgewichtes zum Ziel gesetzt, den Ablauf der Prozessmodellentwicklung systematisch zu untersuchen. Primäres Ziel ist dabei, die Modellierungsstrategien von Experten gezielt zu analysieren, um eine systematische Beschreibung der „Kunst des Modellierens“ zu erlauben. In Folge sollen diese Erkenntnisse verwendet werden, intelligente Methoden und Werkzeuge zu entwickeln, die Profis sowie Neulingen der Modellierung gleichermaßen unterstützen.

Projektpartner im Nautilus Projekt sind die Universität Innsbruck, die Humboldt Universität zu Berlin, die Technische Universität Eindhoven, das Hasso-Plattner Institut sowie die Universität Ulm.

Q-Advice – Flexibile Support of Software Engineering Processes

•Dezember 16, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

A challenging field of application for process-aware information systems is software engineering. Related research issues are addressed in the Q-Advice project, which is  funded by the German Federal Ministry of Education and Research.

The overall goal of Q-Advice is to assist overburdened software engineers by providing process-centred orientation and guidance through automated workflows. Yet, since there are so many different kinds of issues (e.g., bug fixing, code refactoring) with ambiguous and subjective delineation, it is difficult and burdensome to universally and correctly model them in advance. Even if this had been possible it would lead to workflows of considerable size and complexity.

The Q-Advice project tries to alleviate this by starting with a basic and simple workflow for each case and then, utilizing context information, dynamically extends it with activities matching the current situation. Overall, Q-Advice provides situational and tailored support as well as guidance for software engineers. In particular the dynamically evolving workflows as enabled by Q-Advice are much simpler than completely pre-modeled workflows would be.

Q-Advice relies on the AristaFlow BPM Suite as its process module. This process mangement technology originated from our ADEPT2 research project. In detail, Q-Advice makes heavy use of the AristaFlow API for automatically constructing and adapting workflows. Based on context information a workflow is automatically and dynamically constructed for every software engineering issue. Workflow activities are then assigned to responsible users based on the organizational model maintained by AristaFlow.

Project partners in the Q-Advice project are Aalen University of Applied Sciences, DBIS / University of Ulm, Carl Zeiss GmbH, and FNT GmbH.

niPRO – Nutzergerechte, intelligente Prozessinformationsportale

•Oktober 25, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Ein im September 2010 gestartetes Forschungsprojekt, in dem AK-Mitglieder aktiv zusammenarbeiten, ist niPRO. – Wissen dort bündeln, wo es gebraucht wird: Eine Ärztin bekommt Blutwerte eines Patienten vorgelegt und erhält gleichzeitig weitere Informationen: Auf was deuten diese Blutwerte hin, welche Medikamente können eingesetzt werden und Ähnliches. Das niPRO-Projekt beschäftigt sich genau mit dieser Aufgabe: Abläufe sollen so reibungslos funktionieren, dass Entscheider oder auch Sachbearbeiter Informationen ohne Suche zur richtigen Zeit nutzen können.

Unter Leitung von Prof. Bela Mutschler (HS Ravensburg-Weingarten) ist niPRO jetzt gestartet. Es wird vom BMBF über drei Jahre gefördert. Weitere Partner sind das Institut für Datenbanken und Informationssysteme der Uni Ulm, die Daimler AG und die iQser Technologies GmbH.

„Ziel muss sein, durch eine effektive Informationslogistik die Bereitstellung von Prozesswissen an den Bedürfnissen der Prozessanwender auszurichten“, verdeutlicht Prof. Mutschler. niPRO wird innovative Konzepte, Methoden und Werkzeuge entwickeln, die eine flexible und an die jeweiligen Nutzer angepasste Aufbereitung und Visualisierung des Prozesswissens erlauben, denn „betriebliche Prozesse bilden den Motor eines jeden Unternehmens“, erläutert Prof. Manfred Reichert von der Uni Ulm. In der Hektik des Arbeitsalltages verzögerten sich Aufgaben oft oder würden schlimmstenfalls ganz vergessen.

Heutzutage werden vielfältige Prozessinformationen verarbeitet und ausgetauscht Geliefert werden sie aus unterschiedlichsten Quellen wie E-Mails, Telefonnotizen, Wikis, Chat-Programmen oder auch Informationssystemen. „Nur im jeweiligen Arbeitskontext wird aus Informationen Wissen, dem letztlich produktiven Kapital des Unternehmens“, meint Prof. Mutschler. Zielgruppe sind vor allem die Automobilindustrie und der eHealth-Bereich.

In den nächsten drei Jahren arbeiten die Projektpartner an der Umsetzung der Vision. „Bisher stand bezüglich der IT-Unterstützung von Prozessen vor allem deren Modellierung, Analyse und Ausführung im Vordergrund. Jetzt rückt verstärkt die Unterstützung der MitarbeiterInnen in den Fokus, indem wir personalisierte Informationen im jeweils aktuellen Arbeits- oder Prozesskontext bereitstellen“, erklärt Mutschler.

Möglich wird dies durch eine automatische Vernetzung von Inhalten, unabhängig von ihrer Quelle und ihres Formats. „Heute sind wir noch Jäger und Sammler von Informationen. Morgen werden wir zu entspannten Fischern“, beschreibt Dr. Jörg Wurzer von iQser das Projekt. Letztlich komme der Fisch zum Angler.

Weitere Informationen finden sich auf der Projekthomepage.

Welcome

•Oktober 25, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Der Arbeitskreis flexible prozess- und serviceorientierte Informationssysteme der EMISA hat ab sofort ein eigenes Blog, mittels dem Arbeitskreismitglieder über ihre Aktivitäten berichten können. Gewünscht sind z. B. Beiträge zu Projekten, Veranstaltungen und Tools.

 
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