Das Projekt Nautilus untersucht den Prozess der Prozessmodellierung, um diesen nachhaltig zu verbessern. In der Natur entwickelt der Nautilus während seines Wachstums immer neue Kammern, die den gerade notwendigen Anforderungen entsprechen. So verhält es sich auch bei Prozessmodellen: sich ändernde Anforderungen verlangen eine schrittweise Anpassung und immer wieder neue Durchläufe.
Das Nautilusprojekt hat sich das Ziel gesetzt, diesen Prozess genauer zu erforschen. Prozessmodelle sind ein weit verbreitetes und anerkanntes Medium, um Geschäftsprozesse von Unternehmen zu dokumentieren und Verbesserungen abzuleiten. Während solche Modelle es erlauben, Abläufe innerhalb eines Unternehmens exakt zu spezifizieren, wird kurioserweise der Ablauf, wie eine solche Spezifikation erstellt wird, eher als Kunst denn exakte Disziplin angesehen. Das Nautilusprojekt hat sich in Anbetracht dieses Ungleichgewichtes zum Ziel gesetzt, den Ablauf der Prozessmodellentwicklung systematisch zu untersuchen. Primäres Ziel ist dabei, die Modellierungsstrategien von Experten gezielt zu analysieren, um eine systematische Beschreibung der „Kunst des Modellierens“ zu erlauben. In Folge sollen diese Erkenntnisse verwendet werden, intelligente Methoden und Werkzeuge zu entwickeln, die Profis sowie Neulingen der Modellierung gleichermaßen unterstützen.
Projektpartner im Nautilus Projekt sind die Universität Innsbruck, die Humboldt Universität zu Berlin, die Technische Universität Eindhoven, das Hasso-Plattner Institut sowie die Universität Ulm.
